hibbelig, hubbelig, wibbelig
Freitag, 17. Juni 2011
Anekdote
® by jsteblue
Es war der angestaubte Wälzer selbst, der es sich auf dem Lehrerpult gemütlich gemacht hatte und die Finger meines Religionslehrers, seines frommen Dieners Herr Vian, dirigierte. Vian blätterte einen Augenblick andächtig in der Bibel herum, ohne etwas Bestimmtes zu suchen. Dann formten seine Lippen die folgenden grandiosen Worte, die er, Silbe für Silbe betonend, mit heuchlerischer Überzeugung zum Besten gab:
„Immer wenn ich ein Kreuz sehe, freue ich mich.“
Der Satz lag schwer in der Luft.
Meine Klassenkameraden blickten neutral drein, die meisten Mädchen mit Streberblick, die Jungs eher dumpf, ihr Blick war eingängig der eines zur Anwesenheit gezwungenen Religionsschülers ohne religiöse Absichten – ich dagegen war amüsiert. Und ehe ich es rational verhindern konnte, platzte eine reflexive Lachsalve aus mir heraus, wenn auch nur eine zwei Stöße währende.
Mein Gott, dachte ich, natürlich ohne diesen zu meinen, was laberst du wieder für einen sadistischen Müll daher, du Prophet. Als ich aufblickte, geschah das direkt in das zu Vian gehörige Mondgesicht, das sich vor meiner Bank auf Augenhöhe in Position gebracht hatte. Zu meinem Unglück saß ich in der ersten Reihe vorne links.
„Dürfte ich mich vielleicht erkundigen“, rief er laut aus und besprühte mich dabei mit Spucke, „was in Gottes Namen es hier zu lachen gibt? Gibt es im Wort des Herrn etwa irgendetwas Erheiterndes? Gefällt ihnen etwa meine fromme Eingangsformel nicht?“ Ich blickte mich vorsichtig um während ich mir den Speichel aus dem Gesicht wischte. Jetzt waren auch die dumpfen Gesichter auf mich gerichtet.
„Antwort!“, bellte Vian. Ich schaute ihm in die Augen und überlegte, ob ich ihn bitten sollte, sich in ganzen Sätzen zu artikulieren, verwarf den verlockenden Gedanken jedoch wieder und sagte stattdessen Folgendes:
„Also“, ich räusperte mich verlegen, „für mich liegt die Konnotation Kruzifix – exhibitionistische Folterung und Hinrichtung tausender Menschen einschließlich des Sohns eines Zimmermanns mit Namen Jesus Christus nahe. Warum die christliche Kirche dieses Instrument der antiken Folter als ihr eigenes Emblem auserkoren hat, ist eine berechtigte Frage, es ist aber auch eine noch interessantere Frage, was sie, Herr Vian, beim Anblick eines für die Marter unzähliger Menschen zuständigen Symbols wohl erfreuen mag.“ Ich blickte ihm tief in seine Hyänenaugen.
Vom Unterricht vorübergehend suspendiert machte ich mich voller Genugtuung auf den Heimweg.
...wurde im Genre Kurzgeschichte am 17. Juni 2011 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 07. August 2011

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Wann gehen wir an's Meer?
® by schtueck
Wann gehen wir an's Meer?
fragst Du mich immer und immer wieder
"Du sehnst dich danach sehr", sagst Du,
immer und immer wieder,
denn, es riecht dort so gut nach Flieder
und Lavendel, denn, es blüht immer dann wenn,
Du davon träumst, Du gingest spazieren, dort
an diesem Ort deiner Phantasie
Realität wird er nie.
phantasieren, für immer nur phantasieren
danach gieren, verzehren; Du kannst dich nicht wehren;
bist gefesselt
an den Raum
den dein Geiste Dir gebietet - in all seiner Weite
in all seiner Enge.
"Es erzeugt - ein banges Gefühl", sagst Du.
Das wundert mich nicht, denn, es dauert lange.
Zu lange.
Die Frage ist, was fange ich mit dieser Frage an?
Lange. Ja mein Lieber, es dauert lange.
Niemals zu lange!
"Keine Bange, ich bleibe bei Dir", sage ich nur.
Und streichle deine Wange.
...wurde im Genre Poesie am 17. Juni 2011 erstellt  am 17. Juni 2011

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Mein räudiger Hund trieb es mir zu weit
® by jsteblue
Es war einmal mein Hund
Der treib es mir zu bunt
…und immer dieses Katzenweib!
Das ist doch Sodomie!
Nein, das wollt‘ ich nie!

So beschloss ich dann zum Arzt zu gehn‘
mich mit dem Schänder zu verstehn‘
- Das war nicht schwer.
Er sagte: „Die Eier müssen her!“

„Denn der Köter übt Gewalt
Und macht auch vor jungen Kätzchen nicht halt.“
Ich sprach: „Die Katze, die ist alt.“

Doch dies ließ Den Mann erkalten
Er schnalzte mit der Zunge – ein Knallen-
Rieb sich die feuchten Hände
Und fragte, wo sich das Tier denn befände:

„Hast auch dein Hündlein bei dir?“
Ich sprach: „Der Bedauernswerte, der ist hier.
Denn Hunde auch mit Nöten
Die trifft es auf den Teil der Klöten.“

Sodann der Tierarzt spricht:
„Es ruft die Pflicht!“
Denn Sündiges auch bei Extraschicht
Das duld` ich in dieser meiner Praxis nicht.“

Und das Resultat von der Geschicht:
Ein Dackel knurrt, mein Köter nicht.
...wurde im Genre Lesen lohnt sich am 17. Juni 2011 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 11. August 2011

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Wo ist Iustitia?
® by jsteblue
Ob relativ, absolut oder gar nicht
jeder Mensch strebt sie an
ob auf kurze oder lange Sicht
an sie gelangt keiner heran.

Wie sie ist
-relativ mittig
Was genau sie ist
-philosophisch strittig
Stets bleibt sie ein humanes Konstrukt.
Das den Himmel nicht juckt…
Denn der ist leer.
Und genau das ist fair!
am 17. Juni 2011 erstellt  am 17. Juni 2011

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Das Verhängnis des Mr. Kapuze
® by jsteblue
Mister Kapuze –
Ein Kerl voller Chuzpe,
der hatte einst dann seinen Dienst getan.
Mal hier, mal dort, wenn möglich immer dann.
Einstmals stolz reckte er, die Kapuze versteckte er, das Haupt.
Er ist der Schelm, der sich so manches zutraut.
Als Operator an tunlichst dunklem Orte,
ist er ein Mann der Taten und nicht Worte:
So zwängt er sich schon mal lüstern
durch des Allerheiligsten Eingangspforte,
doch nicht um Willen seines Seelenheils Sorge:
Dort, in feucht-finsteren Ecken
liebt er es sich zu verstecken.
Denn grausam das Verhängnis der Verreckten.
Ein verstiegener Auftragstäter war er,
unerschütterlich wollte er mehr und mehr.
So sah es das Schicksal für ihn vor,
dass er sich übernahm, der arme Tor.
Und am Ende er hängt.
Ein Schelm, wer nicht an den Galgen denkt.
...wurde im Genre Ich verARSCHESIE am 17. Juni 2011 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 11. August 2011

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Donnerstag, 16. Juni 2011
Kopfende
® by jsteblue
Dem Bürger fliegt vom Kragen der Hut.
Doch ohne Wut,
Denn mit dem Schopfe auf dem Kopfe
dynamisch gut.
Und von weißen Wänden gleitet Blut.

Doch ist der Hut nicht wirklich fort,
gleichwohl an regulärem Ort.
Zu den topologischen Fragen
Bezüglich spezifischer Lagen.
Und – Nicht, dass man laut lache-
Was der Bürger nun mache?
Aber vorweg, wo genau er nun sei?
Nirgends wirklich, denn an Orten gleich zwei.
Gemurmel, folglich an einer Schwelle!
Manch‘ Logiker scheint hier nicht sehr helle!
...wurde im Genre Ich verARSCHESIE am 16. Juni 2011 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 11. August 2011

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Zwei kaputte Gehirne
® by jsteblue
Fest stellte einst ein Philosoph:
Er sei nicht doof.
Darauf seine Frau:
Sie wisse es genau,
auch der Haushund wäre schlau.

In Liebe zur Weisheit entbrannt
die Gesetze der Logik verkannt
war man sich sicher zu wissen
man war im Besitze zweier Prämissen.

Was folgte, war dem Aristoteles zum Hohn
in einem eiligen Schritte der Deduktion
des Weibes mutige Konklusion:

Mindestens ein Philosoph sei ein Hund
und die restlichen geistig ungesund.

Doch sei sie sich nicht sicher
vielleicht wären alle kleinere Lichter.
Da unterbrach
eh‘ sie Weiteres sprach der Gemach
sein Weib
und empfahl als Bedingung der Existenz einer Möglichkeit
Zur Erkenntnis des Prinzipes der Relativität
Seiner Frau ein einsteinsches Pamphlet;
obwohl es darin gar nicht um Hunde geht.
am 16. Juni 2011 erstellt , zuletzt verändert von jsteblue am 16. Juni 2011

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Dienstag, 12. April 2011
Von Bäumen lernen.
® by erli
Ein Baum tut keine großen Schritte
und wird doch hundert Jahre alt.
Pro Jahr ein Ring um seine Mittte
in tausend Jahrn ein ganzer Wald.

Niemand war schon immer groß.
Sogar der allerstärkste Stamm
wuchs irgendwann ganz unten los.
So wie der Bock als braves Lamm.

Als kleiner Spross ist es nicht leicht:
Es scheißt der Hirsch, es beißt der Wurm
und falls das Licht zum wachsen reicht
entwurzelt man beim nächsten Sturm.

In Frieden leben nur die Alten
die selbst im schlimmsten Ungewitter
stets ihr Gleichgewicht behalten
Ganz frei von Angst und Rumgezitter.

So weißt Du nun mein sattes Kind
auch wenn wir klein und ängstlich sind
müssen wir doch weiter sprießen
Und darum den Spinat genießen.
...wurde im Genre Poesie am 12. April 2011 erstellt , zuletzt verändert von erli am 17. Juni 2011

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Sonntag, 6. Februar 2011
Onkel Wowa
® by erli
Meine kleine Zicklein
steht oben auf dem Dach,
я кричу geh runter
она стоит и lacht.
...wurde im Genre Poesie am 06. Februar 2011 erstellt  am 06. Februar 2011

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Freitag, 21. Januar 2011
Der Knabe
® by fritjof bloodfield der 2te
Es stieß an einem spitzen Stein
Ein kleiner Knabe sich sein Bein.
Viel Blut und Tränen hat vergossen
Doch sind sie nicht umsonst geflossen,
Denn wissend auch in spätren Zeiten,
Dass spitze Steine Schmerz bereiten,
Hatte er als Demonstrant
Spitze Steine stets zur Hand.
...wurde im Genre Arschesie am 21. Januar 2011 erstellt  am 21. Januar 2011

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Donnerstag, 6. Januar 2011
Der Bub
® by -vio-
Es ist nicht gut
Sagt der Bub
Wenn du jetzt gehst
Und mir keinen bläst

Ich brauche das sehr
Also komm her
Ich will dass dus machst
S is doch kei sach

ich kniee am Boden
Und tu es dann doch
Lecke die Hoden
Und lebe ja noch
am 06. Januar 2011 erstellt  am 06. Januar 2011

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Montag, 30. August 2010
Hahn oder Ei?
® by erli
Ich wollt ich wär ein Ei
mit Nest und Huhn dabei
Auch tät ich Sonntags ruhn
Hätt eh nicht viel zu tun

Ich wollt Du wärst ein Huhn
mit Sieben-Meilen-Schuhn
Dem Bauer kämst Du frei
nähmst mich als Ei dabei

Ich wollt ich wär ein Hahn
Mit Federn wie ein Schwan
So schrie ich morgens brav
den Kaiser aus dem Schlaf
...wurde im Genre Arschesie am 30. August 2010 erstellt , zuletzt verändert von erli am 03. Oktober 2010

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Montag, 15. Februar 2010
Trilogie des kläglichen Lebens
® by erli
Der traurige Clown.

Es war einmal ein Clown
dem konnte man nicht traun
er hatte sieben Fraun
mit sieben roten Nasen
das störte ihn beim Blasen
und brachte ihn zum Rasen.
Drum tat er sie verhaun.


Das gekochte Pferd.

Es war einmal ein Pferd
das war sein Geld nicht wert.
Die Beine warn verkehrt
tat an der Decke laufen
war ständig nur am Saufen
und Rauschmittel verkaufen.
Drum kam es auf den Herd.


Der lebensmüde Furz.

Es war einmal ein Furz
dem war das Leben Schnurz.
Drum blieb er auch nur kurz
denn gestern schon entwichte
dem Tunnel er zum Lichte.
Schrieb niemals groß Geschichte
und wohnte unterm Schurz.
...wurde im Genre Arschesie am 15. Februar 2010 erstellt , zuletzt verändert von erli am 06. Februar 2011

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Sonntag, 24. Januar 2010
Stein
® by schtueck
Ich schritt im frühling durch meinen garten,
und trat auf einen harten,
wenn auch etwas unbedarften stein.
Ich will nicht gemein sein.
In meinem schritt gab ich ihm - zu bedenken,
einen recht heftigen tritt;
in dessen mitte.
„Ist dies hier die sitte“ zu erfahren war des steines bitte.
ich stemmte die hände in meine hüfte und verblüffte
den stein mit einer gegenfrage.
Und wenn ich dir sage dass mein fuß gar schmerzen litte durch diese unsitte;
Hier zu liegen in meinem garten und zu warten auf den friedlichen gänger des spazier,
der hier zu lustwandeln suchte und nun flucht angesichts der veruchten wucht,
klauen der pein und des schmerzes gar rein, durch die kluft des fußes bis hinauf ins gebein,
ich meine, es braucht nicht die muße der muse glaubhaft zu bescheinen dies ist ein schmerz der nagt an der wohlgemüten seele schutzhaftem nerz.
Terz. Meinte der Stein doch berechtigt wider zu sprechen zu sein.
Es war nicht seine absicht und sicht sei sowieso nicht sein ding, fing der wicht mir an zu erklären.
Einen bären, mir aufzubinden, ich wollt‘ ihm freilich leidlich gewähren.
So trat ich ihm, entgegen jeglicher sitte, erneut in dessen mitte.
Diesmal nur besser gezielt, so dass er zuhielt, auf nachbars garten, ich kann’s kaum erwarten, bis dieser fängt seinen schritt mit einem wohlverfehlten tritt auf einem gar harten, wenn auch etwas unbedarften…
...wurde im Genre Arschesie am 24. Januar 2010 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 25. Januar 2010

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Mittwoch, 23. Dezember 2009
warm und kalt
® by erli
Winter Wonne Kuscheldecke
Kätzchen hinter jeder Hecke.
Flauschig warm und wohlig weich
Kalter Frosch im starren Teich.

Am Ofenrohr die Hände frieren
Friedlich gähnen. Musizieren.
Der Winter ist ein frommer Gast
Er fällt uns aber auch zur Last.

Heizungsrohre tauen lassen
Eingeschneit den Bus verpassen
Tiefgefroren bis zum Kerne
Die Zunge hängt an der Laterne

Blaue Zehen. Nasses Warten.
Stundenlang den Motor starten.
Husten Schnupfen Heiserkeit
Oh Du gnadenlose Zeit.
...wurde im Genre Poesie am 23. Dezember 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 17. Juni 2011

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Mittwoch, 16. Dezember 2009
Jeremias in Afrika
® by schtueck
Kaum sah ich das Futter, war es fort
An einem sicheren und wohl behüteten Ort
Man nennt ihn: den Magen!
Über den Magen gibt’s viel zu sagen und manches zu fragen,
ich werd‘ es nun wagen und euch mit einigen Weisheiten plagen.

Ist er gut gefüllt wirst Du niemals verzagen
Ist er leer hingegen einiges wagen,
ihn wieder zu füllen, nimmst es auf mit schrecklichen Tieren,
gar wildem Brüllen, trachtest nach ihrem Fleische
auf dass der Hunger von Neuem weiche!

Und dann, lasst’s mich euch sagen;
Nach getaner Arbeit folgt gut gefüllter Magen.
So ist’s, nur dass ihr’s wisst. Und dann,
nach erfolgreicher Jagd bereitet die Magd
das wilde Wild gar köstlich zu zu zubereitetem Schmaus,
gar köstlich Gelagen es geziemt sich zu fragen…
..wer war denn der kühne Held dem wir verdanken
den ganzen Saus und den Braus?

Ohne zu wanken bracht er die Beute zum schwanken
stieß sie präzise darnieder, nun find‘ sie sich wieder…
Am Spieße über dem Feuer, das leckere Ungeheuer!
Selbst der Bettler der Mann ohne Geld nagt
Danke O Held - nicht länger an dieser Maus, es war wahrlich ein Graus;
Und vom Mahle bleibt noch genug für die Laus
In seinem Haar, das ist ja wunderbar!
Zuckerwatten für die Ratten,
es ist genug für Alle da!

Nun, sicher könnt ihr’s kaum erwarten,
ich werd‘s euch nun verraten, wer’s ist,
der kraft seines Mutes viel Gutes uns tut.

Es ist der da drüben, der mit dem weißen Hut
dem geknüpften Zopf, aus tiefbraunem Schopf
in seinen weißen Hosen und Hemden,
hat er die edlen und kraftvollen Züge eines nördlichen Fremden,
Er kam um zu geben, Freude am Leben,
Weisheit und Güte, Wonne in Aller Gemüte,
Ein hoch auf den Ritter, den Paladin, in unserer Mitte!

Schon bald hingen die Neger dick , kugelrund und kerngesund,
wie die reifen Trauben an ihren Reben, und
freuten sich ihres Lebens tagein tagaus,
nur der Jerry, Gott sei’s gedankt, er ist’s um den sich diese Geschichte rankt;
er kehrt wieder heim und sorgt dort für Stoff, auch
für den nächsten, wohl wohlgedichteten Heldenreim.
...wurde im Genre Poesie am 16. Dezember 2009 erstellt  am 16. Dezember 2009

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Dienstag, 15. Dezember 2009
Wer wär wer?
® by erli
Wär’ das Leben ein Ponyhof
Ich kaufte mir ein Pferd.
Die Konkurrenz wär klein und doof
Mein Hengst wär heiß begehrt.

Wär’ das Leben ein Wunschkonzert
Ich wär’ der Dirigent.
Und wer nicht auf das Stöckchen hört
Den werf’ ich aus der Band

Wär’ das Leben eine Nudelsupp
Ich wär’ die Prise Salz.
Hauptzutat beim Küchen-Trupp
Auf ewig Gott erhalt’s!

Wär das Leben Zuckerschlecken
Mein Garten würde sprießen.
Dreitausend Hektar Vollrohr-Hecken
Und Jungfraun, die sie gießen.
...wurde im Genre Arschesie am 15. Dezember 2009 erstellt , zuletzt verändert von erli am 31. Dezember 2010

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Donnerstag, 5. November 2009
Antworten
® by ludovicolinho
Jede gegebene Antwort enthebt den Menschen davon seine eigenen Antworten zu suchen.

Es kann nicht die Aufgabe einer ganzen Disziplin sein, Antworten zu geben.
Der amerikanische Philosoph Jacob Needleman hat einmal über seine Disziplin folgenden Satz gesagt:
"Philosophie hat die Aufgabe den Menschen zu erinnern! - Das ist wahrlich von tiefem Sinn"
Dabei geht es nicht darum, dem Menschen zu sagen:
So und so war es,
sondern ihn zu der eigenen Frage zu veranlassen:
"Schau dir an, wie es war!"
Und es ist keinesfalls so, dass diese Fragen auf das Damals zielen, sie zielen auf die Logik des Heute.

Die heutige Philosophie weiß von diesem Amt kaum noch etwas. Sie ist eher damit beschäftigt anzuklagen, zu verurteilen, neue Wege, es besser zu machen, zu entwerfen oder theatralisch zu verzweifeln.
Das aber führt nirgendwohin. Es erreicht die Seele nicht.

Der Unterschied zwischen der Seele und unserem Bewusstsein (unserer Ratio) besteht - neben vielem anderen - darin, daß die Seele die entscheidenden Fragen stellen möchte, sich das aber nur selten traut oder erst einmal von der Pike auf lernen muss, wie man derartiges macht, während das Bewusstsein (das Großhirn) die Antworten haben möchte, dabei oft garnicht mehr weiß, ob überhaupt eine Frage da war.

Das Bewusstsein kassiert die Antworten, ohne die Fragen ausreichend intensiv gestellt zu haben, während die Seele die Frage stellt und darauf (fast) nie eine definitive Antwort erhält.
Das ist auch nicht erforderlich, denn die Antwort darauf gestellt zu haben ist das Eigentliche! Nach einiger Zeit verschwindet nämlich die Frage und eine neue taucht auf.
Das ist Antwort auf die alte Frage.

Und noch ein Unterschied:
Jede Frage, die von der Seele ausgeht, bezieht sich auf mich selbst, jede Frage des Verstandes ist letzlich ein Spiel der Abwehr und bezieht sich auf die Welt.
Und so ist unser Jahrhundert gekennzeichnet von einer beispielhaften Kenntnis über den Aufbau und die Verästelung der Welt und von einer unglaublichen Unkenntnis, ja Borniertheit, über den Aufbau des eigenen Menschseins.

Kein Jahrhundert wusste so wenig über die Areale der eigenen Seele wie das zwanzigste.
Noch im Glauben und der Furcht vor dem Teufel lebte mehr (wenn auch eigenartig verwirrtes) Wissen über die Seele als in unserem blutarmen rationalisierten Gekicher über die Unwissenheit des Papste, der den Teufel - immerhin - noch für ein reales spirituelles Wesen hält.

entnommen aus "Pluto - über den Dämon im Innern der Seele" von Peter Orban
...wurde im Genre Lesen lohnt sich am 05. November 2009 erstellt  am 05. November 2009

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Sonntag, 18. Oktober 2009
Mealt Falls
® by schtueck
...wurde im Genre bilder und so am 18. Oktober 2009 erstellt , zuletzt verändert von schtueck am 18. Oktober 2009

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